60 Jahre danach – die Wunden der Stadt

Leipzig gedenkt des 60. Jahrestages des schwersten Bombenangriffs auf die Stadt im Zweiten Weltkrieg am 4. Dezember 1943

Der 4. Dezember 1943 ist als Schicksaltag der Stadt in die Annalen eingegangen: Das alte, einst prächtige Leipzig versank in Schutt und Asche. Durch den schwersten Luftangriff, der im Zweiten Weltkrieg über der sächsischen Messestadt geflogen wurde, verloren rund 2000 Menschen ihr Leben. Knapp ein Fünftel der Bevölkerung wurde obdachlos. Englische Bomber hatten einen Feuersturm über der Stadt entfacht. Zurück blieb eine zwei Kilometer breite Schneise völliger Zerstörung.

Weiterlesen...

Acht Jahre in der Arbeitsarmee

Was ist eigentlich die Trudarmee? Was hat es damit auf sich? Der Krasnojarsker Viktor Genrichowitsch Fuks (Fuchs), der in den Vorkriegsjahren als Oberleutnant bei den Luftstreitkräften diente, verbrachte 8 Jahre hinter den Stacheldrahtzäunen eben dieser Arbeitsarmee. Hören wir, was er uns darüber zu erzählen hat.

Weiterlesen...

Auszug aus dem Buch „Die Brechstangenpolitik im Zickzackkurs“

"... Manche dachten, dass dies die Folgen der entstandenen Schwierigkeiten wegen des Krieges waren. Andere glaubten, dass sie von der betreuenden Behörde beraubt wurden. Die meisten waren überzeugt, dass die Partei und dass Genosse Stalin von diesen Misshandlungen und dieser schreienden, sinnlosen Ungerechtigkeit nichts wissen. Darum entstanden immer wieder die Fragen: Warum? Wozu diese Absurdität? Warum des Hungertodes sterben, wenn wir nur als Lebende zum Sieg beitragen können?.."

Weiterlesen...

Eine nicht erdachte Geschichte

(oder das Schicksal eines Wolfskindes)

Ich, Manfred Herbert Szimmtenings, bin am 09.09.1941 in Breslau geboren.
Meine Mutter wurde in der Georgischen Stadt Tiflis 1918 in einer deutsch-litauischen Familie geboren. 1926 übersiedelte ihre Familie nach Deutschland, nach Breslau. 1939 heirateten meine Eltern. Mein Vater Georg war Deutscher. In der Familie wurde deutsch gesprochen, obwohl die Mutter auch litauisch sprechen konnte. Nach der  Annexion Litauens durch die Sowjetunion 1940 hat das III. Reich im Zeitraum 1940 - März 1941 die Deutschen aus Litauen nach beidseitiger Vereinbarung nach Deutschland geholt. Auch unsere Familie (Vater, Mutter und die Schwester Ingrid) hat zu dieser Zeit nach Deutschland (Breslau) gewechselt. Das genaue Datum weiß ich nicht. Dort bin ich auch als „Spätaussiedler“ geboren worden, wie es später von den Bürokraten in beiden deutschen Landen dargestellt wurde, ja sogar versucht wurde für mich diesen Nonsens glaub- und schmackhaft zu machen.

Weiterlesen...

Kuropaty – Symbol bolschewstischer Repressalien

Kuropaty – ein bewaldetes Gelände nordöstlich der belarussischen Hauptstadt Minsk.
Schon Anfang der 60er Jahre wurden auf dem Gelände während dem Bau der Ringautobahn um Minsk Leichenteile gefunden. Daraufhin wurden viele mit Leichen gefüllte Gruben geräumt.

Weiterlesen...

Mein Opa

Jedes Mal, wenn ich in den Ferien zu meiner Oma ins Dorf kam, durfte ich in ihrem alten Holzbett schlafen. Sie schüttelte die Strohmatratze auf, deckte mich mit dem Federbett zu, so dass ihre Enkelin es weich und warm hatte. Vor dem Einschlafen sah ich immer lange auf ein großes Foto, das immer am selben Platz an der Wand hing. Ich sah einen jungen Mann in einem dunklen Anzug, einem weißen Hemd mit Stehkragen und einer Fliege. Seine Haare waren zurückgekämmt, er trug einen kleinen Schnurrbart und hatte sehr weiche Gesichtszüge. Besonders zogen mich seine Augen an. Sie waren weit in die Ferne gerichtet und schienen zu ahnen, welches Schicksal ihn erwartet. Eines Tages hat man mir gesagt, dass der Mann auf dem Foto mein Opa sei, aber nichts mehr. In jenen Jahren bewahrten alle ein seltsames, meinem Kinderverstand unbegreifliches Schweigen. Um so gespannter betrachtete ich die geheimnisvolle Gestalt, in der ich jedes Mal etwas Neues für mich entdeckte.

Weiterlesen...

Schicksal

Es gibt Menschen, die ohne Beziehung zur Vergangenheit nicht leben können. Reinhold Deines  ist einer von ihnen.
Geboren 1924 an der Wolga in einer deutschen Bauernfamilie. Als Waise aufgewachsen, denn seine Eltern starben bald nach der Enteignung.  1941 nach Sibirien deportiert. Bis 1948 Zwangsarbeit in der Trudarmee. Hier lernte er seine Lebensgefährtin Amalia Hubert kennen, die bis heute alle Freud und Leid mit ihm teilt.
Nach Aufhebung der Sonderkommandantur kämpfte die Familie Deines für die Wiederherstellung der Wolgarepublik.  Die Tochter Alma war auch, wie Ihre Eltern, ein aktives Mitglied der „Wiedergeburt“. Als Heinrich Groths Mitstreiterin machte sie an den ersten Kongressen der Russlanddeutschen mit, erlebte die von oben
provozierte chauvinistische, antideutsche „ Bewegung“ an der Wolga.

Weiterlesen...

Aktuelle Seite: GESCHICHTE Geschichte in Schicksalen