Max_Planck

Die Naturwissenschaft braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln.

Max Planck
deutscher Physiker (23.04.1858 - 4.10.1947)

 

Der Anteil der Rußlanddeutschen bei der Gemeindebildung am La Plata

Mit vierrädrigen Ochsenkarren zog die erste Gruppe der Rußlanddeutschen (Wolgadeutschen) vom Paraná-Flußhafen Diamante kommend am 28. Januar 1878 in das provisorisch aufgerichtete Lager an der Ensenada in der Nähe des jetzigen rußlanddeutschen Dorfes Aldea Protestante in der Provinz Entre Ríos in Argentinien ein.

Hier mußten sie noch wochenlang unter den primitivsten Verhältnissen warten, bis ihnen durch die Regierung Land zugeteilt wurde. Ein gewisses Mißtrauen kann man ihnen nicht verübeln. In Rußland wurden Versprechungen nicht gehalten; auf der Reise fielen sie manchem Betrüger in die Hände. Auch die Ansiedlung in Argentinien ging nicht mit rechten Dingen zu. Das eigentliche Ziel ihrer Reise sollte Rio de Janeiro in Brasilien sein, gelandet aber sind sie in Buenos Aires. Als dann noch eine Gruppe gewaltsam in der Provinz Santa Fé angesiedelt werden sollte und an der Хberfahrt nach Entre Ríos gehindert wurde, ging diese Gruppe mit Gewalt vor und kämpfte sich die Überfahrt frei.

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Gemeinde und Schule bei den russlanddeutschen Mennoniten

Die ersten preußischen Einwanderer in die neu entstehende Täufer-Ansiedlung an der Dnjepr gehörten jeweils den mennonitischen Gemeinderichtungen der sog. „Friesen“ und der „Flamen“ an, die sich insbesondere hinsichtlich ihrer Taufriten unterschieden. Ebenso wie in den westpreußischen Mennoniten-Gemeinden bedingte das enge Zusammenleben beider Gemeinderichtungen in der neuen Kolonie zunächst ernste Spannungen und Streitigkeiten, namentlich unter den Gemeindeältesten. Diese konnten erst nach Jahren und nur unter Vermittlung der westpreußischen Glaubensgeschwister beigelegt werden.

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Pfarrer Jakob Riffel

Ein Pionier der Russlanddeutschen am Rio de La Plata in Argentinien
Von Johannes Schleuning

Am Karsamstag, dem 5. April 1958, kam er von Macia, wo er Gottesdienste mit Abendmahlsfeiern gehalten hatte, nach Licas-Gonsalez, um hier am Ostersonntag die Gottesdienste zu halten. Bei der Überlegung der Osterfestpredigten der Nimmerrastende im Hotel zusammen und wurde sofort ins Hospital gebracht. Er war noch bei klarem Bewußtsein und unterhielt sich, innerlich froh und getrost, mit dem Arzt, der ihn nach zwei Stunden verließ, ohne zu ahnen, daß es zu Ende ging, auch die Schwester entfernte sich auf ein paar Minuten. Als sie wieder zurückkam, war Pfarrer Jakob Riffel still und friedevoll heimgegangen – er hatte seinen Erdenlauf vollendet.

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Rußlanddeutsche im nördlichen Ostpreußen (Gebiet Kaliningrad)

- Ein Bericht von Pfr. Beyer

kaliningrad DomNach der Vertreibung der Deutschen aus Ostpreußen in den Jahren 1947/48 sah es so aus, als würden hier nie mehr Deutsche leben. Nur verschwindend wenige sind damals dort geblieben. Aber: Es kamen Rußlanddeutsche.

Einzelne trafen schon bald ein: Rekruten und Studenten, Fischer und Matrosen, Lehrerinnen und Mitarbeiter des Zolls. Aber seit 1990 nimmt die Zahl zu, vor allem auf dem Lande. Aus fast allen Teilen der ehemaligen Sowjetunion kommen sie, besonders aber aus den mohammedanischen Gebieten Kasachstan und Mittelasien. In den selbständig gewordenen Staaten ist Russisch nicht länger Amtssprache. Also ziehen die Familien, in denen die Kinder nur russisch sprechen, in russischsprachige Gebiete – darunter auch nach Ostpreußen. Nicht als „Sprungbrett“, sondern weil der Kontakt zu den Verwandten in Deutschland viel leichter ist.

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