Hoffnungsträger des deutschen Sports

Andreas Beck

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Profifußballer und Leseratte

In kurzer Zeit hat Andreas Beck (21) eine beneidenswerte Fußballkarriere hingelegt. Im Sommer 2008 wechselte der Abwehrspieler der Bundesligamannschaft des VfB Stuttgart zum erfolgreichen Club 1899 Hoffenheim – auch hier beweist er, dass er auf höchstem Niveau mithalten kann. Geboren in Kemerowo/Russland, kam Andreas in der 90er Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland. Beim SVH Königsbronn und bei der DJK-SG Wasseralfingen in Aalen begann er mit dem Fußball. 2000 wechselte er zur Juniorenabteilung des VfB Stuttgart, zog mit 16 Jahren in das Jugendinternat des Clubs und startete eine beeindruckende Erfolgsserie: 2004 wurde er Deutscher B-Jugendmeister, 2005 Deutscher A-Jugendmeister, 2007 Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart. In seiner ersten Saison 2005/06 wurde Beck fünfmal in der Bundesliga eingesetzt, in der Saison 2006/07 hatte er vier Bundesligaeinsätze. Ab Juli 2006 war er Profispieler beim VfB Stuttgart, und derzeit spielt er bei 1899 Hoffenheim. In seiner Freizeit liest er Biografien sowie Werke von Friedrich Nietzsche oder Fiodor Dostoevski.

www.andi-beck.de

Foto: Avanti-Fotografie (Ralf Poller)

 

Olga Berberich

berberichMit Seilspringen ins »Guinness-Buch«

3,32 Millionen Zuschauer staunten am 1. September 2007 über Olga Berberich (23), die in der RTL-Show »Guinness World Records« einen Weltrekord im Seilspringen aufstellte. Die Fitnesstrainerin aus Karlsruhe forderte der Boxweltmeister Arthur Abraham heraus: Während er nur 237 Sprünge in der Minute schaffte, brachte es Olga auf 251. Normalerweise schafft sie 280 Sprünge. In Frunze/Moldawien geboren, kam sie Anfang 90er Jahre nach Deutschland. Besuche die Realschule in Kaiserslautern und die Sport- und Gymnastikschule in Karlsruhe. Als Neunjährige erlernte sie das Rope-Skipping (Seilspringen) bei ihrem Trainer Wolfgang Westrich (dem Begründer der Sportart in Deutschland). Ihre ersten sportlichen Erfolge erzielte sie 1998, gewann die deutsche Meisterschaft und holte den Weltrekord im Tim Triple Unders. 1998-2001 hatte sie Auftritte in der USA, Ungarn, der Schweiz und Österreich. Sie liebt Extremsportarten: Von Bungee-Springen bis Frei-Klettern hat sie alles ausprobiert. Ihr Ziel ist es, einen weiteren Rekord aufzustellen: Zwei Stunden lang ohne Pause Seilspringen.

www.olgaberberich.de

Foto: Privat

 

Johann Eitel

eitelLeiter der Ringer-Abteilung im 1. AC Bayreuth

1993 kam der damals dreijährige Johann Eitel (19) aus Zelinograd/Kasachstan mit seinen Eltern nach Bayern. Mit vier Jahren begann er im 1. AC Bayreuth mit Bodenturnen, Laufspielen und dem Ringkampfsport bei dem Jugendtrainer Roland Dörfler. Mit zehn Jahren gewann er bei den Oberfränkischen Meisterschaften seine erste Goldmedaille, mit 14 war der Jungringer erstmalig überregional erfolgreich, wurde in der 69-kg Klasse bayerischer Schülermeister und gewann bei den Deutschen Meisterschaften im Saarland die Silbermedaille. Inzwischen ist Eitel einer der besten Kämpfer der 1. Mannschaft. 2006 gewann er seinen 5. Titel bei den Oberfränkischen JM, wurde Bayerischer Vizemeister, Bayerischer Kadettenmeister und Deutscher Kadettenmeister. Auch 2007 und 2008 setze er sich als Bayerischer Juniorenmeister und Deutscher Juniorenmeister im Freistilringen in der Gewichtsklasse (bis 84 kg) durch. Mit 19 Jahren leitet ein echtes Vorbild für die Jugend.

www.brv-ringen.de

Foto: Privat

 

Adam Götz

gotzTrampolinspringer – konsequent zum Erfolg

Der Trampolinspringer Adam Götz (25) tritt in der Bundesligamannschaft für den Verein MTV Stuttgart an. Geboren 1983 in der Sowjetunion, lebt er heute in Ostfildern. Der Sportsoldat trainiert im Verein MTV Stuttgart. Mit viel Konsequenz hat er eine beachtliche Sportkarriere hingelegt. Erfolge und Höhepunkte waren die Juniorenmeisterschaften 2000 (1. Mannschaft und Synchron), die Deutschen Jugendmeisterschaften 2001 (1. Einzel), die Europameisterschaften in St. Petersburg 2002 (4. Mannschaft), die Jugendmeisterschaften 2002 (1. Einzel), die Weltmeisterschaften Hannover 2003 (1. Mannschaft), die Deutschen Meisterschaften 2003 (6. Synchron), die Europameisterschaften Sofia 2004 (1. Mannschaft), die Deutschen Meisterschaften 2004 (2. Einzel), die Weltmeisterschaften in Eindhoven 2005, die Deutschen Meisterschaften 2005 (4. Synchron), die Europameisterschaften in Metz 2006 (1. Mannschaft), die Deutschen Meisterschaften 2006 (8. Einzel), die Deutschen Meisterschaften 2007 (1. Einzel), der Weltcup in Lake Placid/USA 2007 (8. Synchron), der Weltcup in Quebec/Kanada 2007 (5. Einzel). Er qualifizierte sich auch für die Olympischen Spiele in Peking, konnte aber wegen einer Verletzung nicht antreten.

www.dtb-online.de

Foto: www.ntb-infoline.de

Wilhelm Gratschow

gratschowAmateurboxer – ein Taktiker mit Temperament

Wilhelm Gratschow (26) kommt aus Taschkent/Usbekistan und lebt seit 1992 in Deutschland. Er ist deutscher Amateurboxer und mehrfacher deutscher Meister. Der sonst ruhige Volkswagen-Mitarbeiter zeigt im Ring sein Temperament: Er ist wieselflink, wendig und explosiv. In der Boxszene ist er als versierter Taktiker bekannt und gefürchtet. Gratschow boxt in der Box-Bundesliga für den BCV Gifhorn, 2000 holte er sich mit gerade mal 18 Jahren zum ersten Mall den Deutschen Meistertitel. Bei den Europameisterschaften 2003 und 2004 belegte er jeweils einen dritten Platz im Bantamgewicht. 2003 und 2004 wurde Gratschow Deutscher Meister in dieser Gewichtsklasse. 2007 gelang ihm sein dritter nationaler Meistertitel. Mit Olympia 2004 hatte es noch nicht geklappt, im letzen Qualifikationsturnier fehlte Gratschow nur ein Sieg zum begehrten Ticket nach Athen. Einen  Startplatz für Olympia in Peking konnte sich der Boxer dagegen beim ersten europäischen Box-Qualifizierungsturnier im italienischen Pescara sichern. Neben seiner Boxkarriere absolvierte er eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker bei der Volkswagen Coaching GmbH in Wolfsburg.

Foto: Privat

 

Angelina Grün

grunZum 7. Mal Volleyballerin des Jahres

Angelina Grün (28) ist die Spielführerin der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft. Geboren in Duschanbe/Tadschikistan, kam 1982 als Kleinkind mit ihren Eltern nach Deutschland. Sie stammt aus einer Sportlerfamilie: Beide Eltern haben Sport studiert, der Vater war Mitglied im russischen Volleyball-Jugendnationalteam. Bereits als Schülerin trainierte Angelina im VC Essen-Borbeck, danach 1996-2001 im USC Münster. Sie spielte 1994-1997 in der Jugend-/Juniorennationalmanschaft. 1996/97 wurde sie Deutsche Meisterin. 1997/99 zweimal hintereinander Vizemeisterin, danach war sie mehrfach Pokalsiegerin, Europapokalsiegerin, Supercupsiegerin und italienische Meisterin. Mit der deutschen Nationalmannschaft spielte sie seit 1997 mehrmals bei Europa- und Weltmeisterschaften. In Sydney 2000 war sie eine der führenden Spielerinnen der deutschen Nationalmannschaft, in Athen errang sie mit der Mannschaft Platz 9. Im Jahre 2006 wurde sie zum siebten Mal in Folge als Volleyballerin des Jahres gewählt. Seit 2001 spielte sie bei Volley Modena und seit 2003 bei dem Club Fopapedretti Bargamo in Italien.

www.angelinagruen.de

Foto: DVV/Tronquet

 

Alexander Kosenkow

kusenkowDer „flotte“ Bursche vom TV Wattenscheid 01

Der deutsche Leichtathlet Alexander Kosenkow (31) wurde in Tokmak/Kirgisien geboren und gilt in der deutschen Springer-Riege als der schnellste 100- und 200-Meter-Läufer. Als Leichtathletik-Talent wurde er im Alter von zehn Jahren schon in seiner kirgisischen Heimat entdeckt. 1991 kam der Sohn einer Russlanddeutschen nach Deutschland und fand in Neukirchen-Vörden eine neue Heimat. Es dauerte nicht lange, bis Alexander seine Leichtathletik-Laufbahn auch hier fortsetzte. Schon drei Jahre nach der Übersiedlung wurde er deutscher B-Jugendmeister im Weitsprung und war 1995 Bronzemedaillengewinner mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel bei den Junioreneuropameisterschaften. Seit 1997 startet Kosenkow als Sprinter für den TV Wattenscheid 01, bei den Weltmeisterschaften war er Mitglied der deutschen Staffel und mit der Staffel des TV Wattenscheid mehrfach Deutscher Meister. Kosenkow war bereits bei den Olympischen Spielen in Athen mit dabei, große Hoffnungen ruhten auf dem „flotten Burschen“ auch in Peking, mit der 4x100-Meter-Staffel ganz weit vorne zu landen.

www.leichtathletik.de

Foto: www.wattenscheid.net

 

Alexander Lang

langVorzeigesportler und Trainer im Karateverein

Alexander Lang (22) tritt für den Verein Kassel Hermannia 06 auf und gehört zu der hessischen Karatemannschaft. Schon in der alten Heimat Karaganda/Kasachstan begann er bei seinem Vater Alexander Lang zu trainieren, der 2001 zusammen mit anderen engagierten Russlanddeutschen den Karateverein Schwarz-Rot Kassel gründete. 2004 schloss er sich mit dem alten Sportverein Hermania 06 e.V. zusammen und schneidet seitdem erfolgreich bei den Hessenmeisterschaften, den Deutschen Meisterschaften und internationalen Wettkämpfen ab. Alexander Lang (junior) ist einer der Vorzeigesportler des Karatevereins, er war mehrmals unter den ersten drei Platzierungen, vertritt das Bundesland Hessen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen. Der Sportler engagiert sich im Vereinsleben und trainiert Nachwuchssportler im Verein Kassel Hermannia 06. Auch in letzter Zeit schnitt Alexander erfolgreich bei verschiedenen bundesweiten und internationalen Wettkämpfen ab, darunter bei den Dutsch Open in Rotterdam und den Italian Open im Karate (Mailand).

www.hermannia06.de

Foto: Privat

 

Eduard Lewandowski

lawandowskiLeistungsstark auf dem Eis

Eduard Lewandowski (28) gehört seit 2002 zum Stammpersonal der DEB-Auswahl und spielte in der Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften 2002 bis 2005, beim World Cup of Hockey 2004 und bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin. Er kommt aus dem russischen Krasnoturjinsk, wo er Bandy erlernte (ähnlich dem Eishockey). 1995 siedelte er mit seinen Eltern nach Deutschland über, wechselte zum Eishockey und begann 1997 seine Profi-Karriere in der Regionalliga bei Wilhelmshaven. Mit dem norddeutschen Club stieg er aus der Landesliga in der 2. Bundesliga auf und gehörte zu seinen Leistungsträgern. Dann spielte eine Saison für die „Eisbären Berlin“ und seit 2002 bei den Kölner Eis-Haien. In Köln entwickelte sich Lewandowski weiter zu einem der technisch besten deutschen Eishockeyspieler. Seine größten Erfolge mit dem KEC waren die Vizemeisterschaft 2003 und der Gewinn des DEB-Pokals 2004. Zur Spielzeit 2006/2007 wechselte er zum Ligakonkurrenten Adler Mannheim und gewann prompt Pokal und Meisterschaft. Zurzeit hat er einen zweijährigen Vertrag mit dem russischen „Spartak“ (1. Liga)

Foto: www.russischewelle.de

 

 

Renate Lingor

lingorFußballkünstlerin in der Nationalelf

Renate Lingor (33) ist Mitglied der deutschen Damen-Fußballnationalmannschaft mit zahlreichen Länderspielen und gehört zu den effektivsten Spielerinnen. Geboren wurde sie in Karlsruhe, da ihre Familie seit 1974 in Deutschland ist. Beim SV Blankenloch erlernte sie bei ihrem Vater das Fußball-ABC. Über die Vereine DFC Eggenstein, DFC Spöck und Karlsruher SC kam sie 1990 zu Klinge Seckach im Odenwald und entwickelte sich dort zu einer Führungsspielerin, die von vielen Sportvereinen umworben wurde. 1995 gewann sie mit dem Nordic-Cup den ersten internationalen Titel. Seit 1997 spielt sie beim 1. FFC (Frankfurt), mit dem sie mehrere Pokalsiege, Meisterschaften und 2002 den UEFA-Pokal gewann. Mehrmals wurde sie für die FIFA-Wahl zur Weltfußballerin des Jahres nominiert, 2005 war sie nach Birgit Prinz die beste Deutsche auf Platz 5. Sie ist mehrfache Deutsche Meisterin, Pokal- und UEFA-Cup-Siegerin, Europameisterin 2001 und 2005, errang die Olympische Bronzemedaille 2000 und 2004 und war Weltmeisterin 2003 und 2007. Sie studierte Sportwissenschaften und arbeitet beim DFB, in der Abteilung Schulfußball. Mit der Damen-Fußballnationalmannschaft war sie auch erfolgreich bei den Olympischen Spielen in Peking.

www.renate-lingor.de

Foto: Sidi-Sportmanagement

 

Julia Mattijass

mattijassIntegration durch Judo

Bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 holte Julia Mattijass (34) Bronze für das deutsche Team – die erste Medaille der Wettkämpfe für Deutschland überhaupt. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Extraleichtgewicht (bis 48 kg) erfüllte sich die in Sibirien geborene Sportlehrerin ihren lang ersehnten Traum. Schon mit 13 Jahren begann sie ihre Judokarriere und erkämpfte sich einen führenden Platz in der russischen Jugendnationalmannschaft. Sie studierte im sibirischen Omsk Sportwissenschaften und folgte 1995 ihrem russlanddeutschen Mann in die neue Heimat Osnabrück. Die gute Judo-Schule aus Russland hat ihr geholfen, schnell im Verein Fuß zu fassen. Trotz der Sprachbarriere schaffte Julia Mattijass über den Vereinssport schnell die Integration in die neue Gesellschaft: „Man hat mich hier nach meinen Leistungen beurteilt. Das hat viel geholfen.“ Heute spricht sie ein fließendes Deutsch und hat bei der Stadtverwaltung Osnabrück eine Ausbildung gemacht. Sie hat sich im Judoclub „Crocodiles Osnabrück“ etabliert und tritt bei Judo-Wettkämpfen auf.

Foto: Privat

 

 

Ina Menzer

menzerDeutschland neue Box-Hoffnung

Nach dem Ausstieg von Regina Halmich gehört Ina Menzer (26) zu den Hoffnungsträgerinnen des deutschen Frauen-Boxsportlers. Sie kommt aus Atbasar/Kasachstan und begeisterte sich mit 14 Jahren für Kampfsportarten wie Kung Fu. 1996 wechselte sie zum Boxen und begann bei den Faustkämpfern Mönchengladbach 1925 e.V. Als Amateurboxerin wurde sie zweimal Niederrheinmeisterin, einmal westdeutsche Meisterin, internationale deutsche Meisterin 2001 und deutsche Meisterin 2003. Seit 2004 im Profiboxen, trainiert sie bei Michael Timm und startet für Universum Box Hamburg. Für den Umzug nach Hamburg 2006 unterbrach sie ihr Betriebswirtschaftsstudium, aber das Diplom bleibt weiterhin ihr Ziel. 2005 gewann sie den Weltmeistertitel nach WIBF im Federgewicht (bis 57 kg) und verteidigte danach mehrfach ihren Titel. Sie wirbt zusammen mit Regina Halmich und anderen Boxern von Universum bei verschiedenen Aktionen mit Jugendlichen für die Aktion „Kraft gegen Gewalt!“. Im Herbst 2007 gründete sie ein Camp, um Kinder und Jugendliche für den Boxsport zu begeistern.

www.inamenzer.de

Foto: popova/universum Box-Promootion

 

Irina Mikitenko

mikitenkoGewann 2008 den London-Marathon

Irina Mikitenko (35) vom TV Wattenscheid gewann am 13. April 2008 den Flora London-Marathon (42,195 km) in der deutschen Rekordzeit von 2:24:14 Stunden. Schon im Alter von 14 Jahren begeisterte sie sich für den Langstreckenlauf und startete und startete unter ihrem Mädchennamen Wolynskaja für Kasachstan bei den Olympischen Spielen 1996 im 5000-Meter-Lauf. Im selben Jahr kam sie nach Deutschland und gehört seitdem zu den Spitzenathletinnen der deutschen Läuferszene. Ihr Mann Alexander Mikitenko ist auch ihr Trainer. Höhepunkte ihrer Sportkarriere sind: seit 1998 mehrfache Deutsche Meisterin, 4. Platz bei den Weltmeisterschaften 1999, 2. Platz im Europacup 2000, 5. Platz bei den Olympischen Spielen (Sydney) 2000, Deutsche Vizemeisterin (10.000 m) 2004, 7. Platz bei Olympia 2004 in Athen, 5. Platz im Europacup 2006 (5000 m), 9. Platz bei den Europameisterschaften 2006 (10.000 m), Deutsche Meisterin 2006 (10 km Straße), Deutsche Vize-Meisterin 2007 (10.000 m), Deutsche Meisterin im Halbmarathon 2007, Deutsche Meisterin 2007 (10 km Straße), 2. Platz beim Berlin Marathon 2007, 1. Platz beim real-Berlin-Marathon 2008, wobei sie als erste Deutsche die 2-Stunden-20Minuten-Barriere Barriere durchbrach.

Foto: Theo Kiefner

 

 

Jakob Neufeld

neufeld_jakobGewichtheber mit Familientradition

Jakob Neufeld (25) zählt zu den besten deutschen Gewichthebern in der Klasse bis 77 Kilogramm. Seit 1991 lebt die Aussiedlerfamilie in Deutschland und ist eine echte Gewichtheber-Dynastie. Der Vater Jakob Neufeld senior war auch Gewichtheber, seine Leidenschaft hat er an seine Kinder weitergegeben. In Deutschland trainierte er ehrenamtlich eine Jugendgruppe, zu der auch sein Sohn Jakob gehörte. Groß geworden ist er im Verein AC Goliath Dortmund und betreibt seit 1993 intensiv Gewichtheben. 2002 wurde Jakob Neufeld Meister. Die „Welt am Sonntag“ errechnete, dass der leidenschaftliche Sportler in einer Woche 30 bis 70 Tonnen hebt, was dem Gewicht von zehn Elefanten entspricht. In der Bundesliga hebt Neufeld für Duisburg – dadurch finanzierte der zukünftige Sport- und Biologielehrer bis vor kurzem sein Studium. Eine Zeitlang trainierte er in der Sportfördergruppe der Bundeswehr, zurzeit wird der Sportler in einer Fördergruppe im Bundesleistungszentrum Leimen betreut. Seinen großen Traum, bei den Olympischen Spielen in Peking zu sein, konnte er diesmal nicht verwirklichen.

Foto: Privat

 

 

Sergej Pfeifer

pfeiferKunstturner aus Leidenschaft

Sergej Pfeifer (31) ist mehrfacher Deutscher Meister im Kunstturnen und gehörte zu dem besten Turnern Deutschlands. Er war Mitglied des Nationalkaders und Teilnehmer bei den Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. Sein Paradegerät ist das Seitpferd, kaum ein anderer deutscher Turner beherrscht die „fliegenden Scheren“ so perfekt wie er. Geboren in Duschanbe/Tadschikistan, kam mit 13 Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. Bis dahin hatte der junge Turner in Russland bereits alles gewonnen, was man an Titeln gewinnen kann. Er begann mit sechs Jahren zu turnen, sein Talent wurde schon im Kindergarten entdeckt. Pfeifer lebt und trainiert seit 1990 in Hannover. Er nahm mit Erfolg an vielen nationalen und internationalen Turnwettbewerben teil, darunter an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen. Hier erkämpfte er sich den 8. Platz mit der Mannschaft, war 21. In der Einzelwertung und damit bester Deutscher. Seit einiger Jahren arbeitet er in der Service Uni von VW-Nutzfahrzeuge und wird von der VW-Sportförderung unterstützt.

www.dtb-online.de

Fot: Deutscher Turner-Bund

 

Konstantin Schneider

schneider_konstantinTeilnehmer an den Olympischen Spielen von Athen und Peking

Mit 15 Jahren kam Konstantin Schneider (33) 1990 aus dem kirgisischen Frunse nach Deutschland. Schon fünf Jahre später trat der Ringer für den saarländischen KSV Köllerbach bei der Junioren-Weltmeisterschaft an und belegte den zweiten Platz. Seit 1996 folgten mehrere Titel als Deutscher Meister im Einzel- und Teamkampf, Teilnahmen an Europa- und Weltmeisterschaften sowie Konstantin Schneider, dass er in Peking dabei sein würde. Mit einem achten Platz hatte sich der 33-jährige Ringer im griechisch-römischen Stil bei der Weltmeisterschaft in Aserbaidschan für die Spiele qualifiziert. Seitdem galt er als die ganz große Medaillen-Hoffnung, hatten die deutschen Ringer doch seit zwölf Jahren auf einen olympischen Sieg warten müssen. Doch dann: Er wurde nur und schied bereits in der Hoffnungrunde aus. Er hofft, dass der enttäuschende neunte Platz bei den Spielen in Peking nicht das Ende seiner Sportlerkarriere einläuten wird.

www.ksv-koellerbach.de

Foto: KSV Köllerbach

 

 

Olesja Schneider

schneider_olesjaTurnerin und Trainerin

Vor der Ausreise 2000 nach Deutschland wurde Olesja Schneider (27) Sportmeisterin im Kunstturnen in ihrer früheren Heimat Omsk/Sibirien. Sie gewann den Sibirienpokal, besaß über 40 weitere Ehrungen und Auszeichnungen für Siegerplätze bei Turnwettbewerben. In Düsseldorf fand sie wieder Anschluss an den geliebten Sport, trainierte zu Hause und bewarb sich dann beim Düsseldorfer Turnverein. Seitdem wurde sie dreimal Deutsche Meisterin und gewann weitere gute Platzierungen bei verschiedenen Turncups. Angesichts ihrer Erfolge wurde Olesja Schneider zur Nationalmannschaft eingeladen und trainierte im Turnverein Wattenscheid. Als ihr Traum, an olympischen Spielen teilnehmen, Scheiterte, verabschiedete sie sich Ende 2003 vom Leistungssport. In der Zwischenzeit machte sie Ihre Ausbildung als Gymnastiklehrerin. Zur Zeit leitet sie Turngruppen in verschiedenen Sport- und Fitnessvereinen in Düsseldorf. Außerdem tritt sie bei verschiedenen Kulturveranstaltungen mit Sportshows auf und wirbt dadurch für die faszinierende Sportart Kunstturnen.

Foto: Landesgruppe NRW der LMDR

 

 

Lilli Schwarzkopf

schwarzkopfSiebenkämpferin mit Zukunft

Lilli Schwarzkopf (24) betreibt seit mehreren Jahren den Mehrkampf und gehört zu den leistungsstärksten Leichtathletinnen Deutschlands. Geboren in Kirgisien, lebt sie in Bad Driburg und ist Studentin. Mit dem Siebenkampf begann sie 1998 bei den Kreismeisterschaften. Die Leichtathletin startet für den LC Paderborn und trainiert bei ihrem Vater Reinhold Schwarzkopf, der Dipl. Leichtathletiktrainer in diesem Verein ist. Speerwerfen, Hürdenlauf und Hochsprung gelingen Lilli am besten. 2006 eroberte sie die Vormachtstellung im deutschen Siebenkampf, indem sie sich den dritten Platz bei der EM in Götenborg sicherte – ihr bester Siebenkampf. Weitere Höhepunkte waren: Deutsche Juniorenmeisterin 2002, Junioren-WM-Fünfte 2002, Deutsche Meisterin 2004, U23-EM-Zweite 2005, Hallen-DM-Dritte 2005, EM-Dritte in Göteborg 2006, Dritte in Götzis und Zweite in Ratingen 2006. Im Jahr 2007 qualifizierte sie sich für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Osaka, dort errechte sie den fünften Platz und verbesserte ihre personliche Bestleistung. In Peking wurde sie unter den Siebenkämpferinnen die beste deutsche Teilnehmerin, landete aber auf dem achten Platz.

www.lilli-schwarzkopf.de

Foto: Privat

 

Eugen Spiridonov

spiridonowZuverlässige Stütze im deutschen Turner-Team

Erst vor einem Jahr hat der Russlanddeutsche Eugen Spiridonov (26) vom saarländischen Turnverein TV Bous bei den Turn-Weltmeisterschaften von Stuttgart mit der deutschen Staffel um Fabian Hambüchen die Bronzemedaille und damit seine erste Olympiaqualifikation gewonnen. Er galt als Hoffnungsträger unter den deutschen Mannschaftsturnern: Mit ihm sollte endlich eine Olympia-Medaille an die Saar geholt werden. Der 26-Jährige turnt seit seinem siebten Lebensjahr, damals noch in Tscheljabinsk/Ural. Er kam 2002 nach Deutschland und nahm noch im gleichen Jahr an der Deutschen Turn-Meisterschaften teil. 2004 gewann er die ersten Medaillen und wurde 2007 Saar-Sportler des Jahres. In Peking turnte sich Spiridonow auf Platz vier – für das deutsche Team aller Ehren wert. Immerhin war es die beste Olympia-Platzierung einer deutschen Mannschaft seit 16 Jahren. Der Hauptgefreite der Bundeswehr aus der Sportfördergruppe Stuttgart will eine Stelle als Sportlehrer an einer Schule antreten und die kommenden zwei Jahre jeden Wettkampf meiden.

www.dtb-online.de

Foto: TV Bous

 

Vitali Tajbert

tajbertWeltklasse-Boxer im Profigeschäft

Der Super-Federgewichtler Vitali Tajbert (26) ist ein Weltklasse-Boxer mit einer Vielzahl von internationalen Auszeichnungen in der Amateurzeit. 1992 wanderte die Familie aus Kasachstan nach Stuttgart aus, wo Vitali den Schulabschluss und eine Ausbildung als Drucker beendete – als einer der Klassenbesten mit Fachabschluss. Er Trainierte zuerst Kickboxen, kam dann mit 12 Jahren zum Velberter Boxclub 1922 e.V., wo er zur großen deutschen Nachwuchshoffnung wurde. Bis Ende 2005 bei der Bundeswehr-Sportfördergruppe Bruchsal, wurde Tajbert Deutscher Junioren-Weltmeister, gewann bei der WM 2003 die Silbermedaille (erstmals seit 1997 WM-Silber für den Deutschen Boxsport-Verband), 2004 bei der Box-EM das Gold im Federgewicht (für die deutschen Amateurboxer der erste EM-Titel seit vier Jahren), bei den Olympischen Spielen in Athen Bronze und 2005 Gold bei den Militärweltmeisterschaften in Pretoria/Südafrika. Seit 2005 tritt er für den Profiboxtall Hamburg an und hat seitdem mehrere erfolreiche Profikämpfe gegen Boxer aus verschiedenen Ländern absolviert.

www.vitalitajbert.de

Foto: www.vitalitajbert.de

 

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