Literatur – dem Leben und sich selbst auf der Spur

Juri Bender

benderKann ernst, ironisch oder lyrisch sein

Mit seinem Drang zum Fabulieren trat Juri Bender (21) in die Fußstapfen seines bekannten Urgroßvaters Dominik Hollmann, dem Mentor und Mitgestaltet der russlanddeutschen Literatur der Nachkriegszeit. Geboren in Kamyschin/Wolga, kam er mit fünf Jahren mit seiner Familie nach Hamburg und als 18-jähriger Gymnasiast in den Literaturkreis der Deutschen aus Russland, wo seine Kurzgeschichten aufhorchen ließen. Seine Gedichte und Kurzgeschichten sind inzwischen in mehreren Almanachen des Literaturkreises »Literaturblätter der Deutschen aus Russland« (2005, 2006 und 2007) erschienen. Die Geographie der Lesungen, an denen Juri teilgenommen hat, reicht von Hamburg bis Bonn und von Oerlinghausen bis Wiesbaden. Derzeit studiert er Völkerkunde und Ältere Deutsche Literaturwissenschaft in Kiel. 2007 ist sein erstes Bändchen mit Kurzprosa und Lyrik »Die ersten Schritte« erschienen. Die Inhalte stehen für die Gedankenwelt eines modernen jungen Menschen, der in Bildern denkt und in verschiedene Rollen schlüpft – er kann ernst, ironisch oder lyrisch sein.

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Foto: Privat

Dimitri German

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Betreut junge Autoren im Literaturkreis


Mit Gitarre und gefühlsbetonten Liedern ist Dimitri German (34) stets bei Autorenseminaren und anderen Kulturveranstaltungen mit dabei. Geboren in Alma-Ata, begann er nach dem Abitur Germanistik zu studieren. Er kam mit 19 Jahren nach Deutschland und setze sein Studium an der Bonner Universität fort. Zurzeit arbeitet er als Sozialpädagoge in Bonn. Seine Gedichte und Lieder wurden im »Russlanddeutschen Literaturkalender« und im Sammelband »Spiegelbilder«, in der Broschüre »Wir selbst« und im Almanach 2002 »Literaturblätter deutscher Autoren aus Russland« veröffentlicht. Dimitri German betreut junge Autoren im Literaturkreis, veranstaltet Autorentreffen und Konzerte für Neuankömmlinge in der Landesstelle für Flüchtlinge und Vertriebene Unna-Massen, organisiert Workshops für junge Autoren und ist für die Jugendarbeit im Literaturkreis der Deutschen aus Russland e.V. zuständig. Er engagiert sich zusammen mit Oleg Riesen im Theaterproekt »Junge Autoren machen Theater«, das vom Literaturkreis der Deutschen aus Russland initiiert wurde.

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Foto: Nina Paulsen

Eleonora Hummel

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Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis 2006


Für das Buch »Die Fische von Berlin« erhielt Eleonora Hummel (37) 2006 den Adelbert-von-Chamissoo-Forderpreis (Auszeichnung der Robert-Bosch-Stiftung für herausragende literarische Leistungen deutschschrei-benden Autoren, deren kulturelle Herkunft nicht die deutsche ist). Zum ersten Mal hatte die Bayrische Akademie der Schönen Künste den Preis an eine Deutsche aus Russland vergeben. Geboren in Kasachstan, kam Eleonora als 12-jahriges Mädchen nach Dresden. Sie wurde Fremdsprachenkorrespondentin und ist freischaffende Autorin. 2001 war sie Stipendiatin des 5. Klagenfurters Literaturkurses. Für den Romanauszug »Dreizehn Winter«, in dem sie die Odyssee einer russlanddeutschen Familie beschreibt, erhielt sie 2003 als »hoffnungsvolles Talent« und »Entdeckung der Jury« den Förderpreis des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-württemberg. 2003 war sie Literaturstipendiatin der Stiftung »Kunstlerdorf Schöppinngen«. Sie veröffentlicht Prosa und Artikel in zahlreichen Literaturzeitschriften und tritt bundesweit mit Lesungen auf.

www.eleonora-hummel.de

Foto: Nina Paulsen

Dr. Lena Klassen

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Schreibt am libsten Fantasybücher

Dr. Lena Klassen (36) verfasst Romane, Sachbücher und Kindergeschichten. Geboren in Moskau, kam sie 1974 mit ihren Eltern nach Deutschland. Sie schreibt seit ihrer frühen Kindheit, die Mutter Lore Reimer ist Dichterin. Nach dem Abitur studierte Lena Klassen Literaturwissenschaft, Anglistik und Philosophie in Bielefeld mit Magisterabschluss und promovierte über phantastische Literatur. Seit 1996 wurden ihre Kurzgeschichten und Gedichte in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. 1996 erhielt Lena Klassen den Förderpreis des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg. Das Erfinden von Fantasy-Welten liegt der Autorin am nächsten. In Buchform sind mehrere Romane und Erzählungen erschienen, darunter »Himmel Hölle Welt« (Roman, 2001), »Luisas Balkon« (Kurzroman, 2001), »Der Todesadler« (Fantasyroman, 2001), »Schwesternherz« (Kriminalroman, 2005), »Caros Lächeln« (Roman, 2007), »Die weiße Möwe – Sehnsucht nach Rinland« (Fantasyroman, 2008).

www.lenaklassen.de

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Nadja Runde

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Zaubert Märchenwelten für Kleine


Nadja Runde (36) wusste schon als Kind, dass sie Schriftstellerin werden wollte. Geboren in Kasachstan, absolvierte sie in Kustanai ein Universitätsstudium und unterrichtete Russisch und Literatur in der Schule und an einem Pädagogischen College. 1996 erschien ihr erster Lyrikband, 2000 wurde sie Preisträgerin des internationalen Kulturfestivals, das in Kasachstan mit Unterstützung der UNESCO durchgeführt wurde. 2001 siedelte sie mit ihrer Familie aus Kasachstan nach Deutschland über, heute lebt sie in Dingolfing/Bayern. Hier hat sie ein Theaterstudio für Kinder ins Leben gerufen. Im Umgang mit Kindern findet das Talent von Nadja Runde die Kraft, die Kinderwelt in sich selbst aufrechtzuerhalten. Inzwischen hat sie im Verlag Robert Burau einige Kinderbücher herausgegeben, darunter »Potti, der Wal«, »Sterntöpfchen« und das »Märchen vom Hefeteig«. In Bildern und Reimen erzählt sie fantasievolle Geschichten für Kinder, die gleichzeitig ins Deutsche und ins Englische übersetzt werden. Sie ist Mitglied des Literaturkreis der Deutschen aus Russland e.V.

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Johann Trupp

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Gewinner des 15. Open mike 2007


Mit seiner Kurzerzählung »Parallelgestalten« (ausgewählt aus über 660 Einsendungen) gewann Johann Trupp (28) den 15. Open mike, der von der Literaturwerkstatt Berlin und der Crespo Foudation veranstaltet wird und als zweitwichtigster Literaturpreis für den deutschsprachigen Nachwuchs gilt (nach dem Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt). Sein Text erhielt auch den Preis der taz-Publikumsjury. Johann Trupp wurde in Frunse/Kirgisien geboren und reise als 13-Jährigen mit seinen Eltern nach Deutschland aus. Er ist gelernter Bürokaufmann und arbeitet als Lagerrist im Großhandel. Geschichten schreibt er seit seiner Schulzeit, seit 2000 besucht er eine örtliche Schreibwerkstatt. Trupss Text ist eine Erzählung, die von der Geburt bis zum Tod reicht. Der Text »macht ganz einfach glücklich beim Zuhören«, verbindet »auf scheinbar traumhaft sichere Weise existenziellen Ernst mit Humor« und ist »sprachlich hervorragend umgesetzt«, lobte Deutschlandradio die Geschichte, die »sehr bildhaft, lakonisch, pointiert, mit Humor« geschrieben sei.

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Elvira Zeißler

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Schreibt Kurzgeschichten und Romane


Als Elvira Zeißler (27) vor zehn Jahren die Idee hatte, ein Buch zu schreiben, wollte sie eine Geschichte verfassen, die sie selbst gern lesen würde. Das ist ihr gelungen, vor kurzem ist ihr zweites Buch, der Fantasyroman »Feenkind« erschienen. »Ein unglaublich kreatives, spannendes und fesselndes Fantasy-Debüt einer jungen deutschen Autorin. Dieser Roman sollte in keinem Bücherregal neben Tolkien und Marion Zimmer-Bradley fehlen«, so die Kritik. Elvira Zeißler wurde in Alma-Ata/Kasachstan geboren und lebt seit 1990 in Deutschland. Sie studierte nach dem Abitur BWL an der Universität Münster und arbeitet in Koblenz als Personalreferentin. Seit ihrer Kinderheit schreibt sie Gedichte, Kurz- und Weihnachtsgeschichten. An ihrem ersten Roman »Dunkles Feuer« (2007) hat sie rund acht Jahre gearbeitet, er handelt über Liebe, Gefühle und unterhaltsame Geschichte, die uns unter anderem lehrt: Man soll sich so akzeptieren, wie man ist und sich nicht dafür schämen, wer man ist oder woher man kommt.

www.elviras-schreibstube.de

Foto: Privat

 

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