Gewinn für Deutschland

 Mainz, den 13. Juni 1997 Dr. Karl Lehmann, Kardinal"...Vor allem der politische und gesellschaftliche Wandel seit 1989 hat es ihnen und vielen Tausenden ermöglicht, nach Deutschland auszusiedeln. Sie sind aufgebrochen in das Land ihrer Vorfahren auf der Suche nach einer besseren Zukunft und einer neuen Heimat. Nicht all ihre Hoffnungen gingen in Erfüllung, und oft war und ist der Neuanfang in der fremden, neuen Heimat, mit vielen Problemen verbunden. Sprachschwierigkeiten, Arbeitslosigkeit und der Verlust tragender menschlicher Bindungen erschweren die Integration in unserem Land. Oft erscheint Ihnen auch die Kirche in Deutschland als fremd. Oft sind in unserer Gesellschaft und leider auch in unseren Kirchengemeinden die Hilfe und die Unterstützungsangebote nicht ausreichend, und manchen hier fällt es auch schwer, Ihre anderen Traditionen zu tolerieren. Alle Gemeinden im Bistum sind eingeladen mitzuhelfen, diese Fremdheit zu überwinden und durch praktische Hilfen ihre Integrationsbemühungen zu unterstützen..."

Altersstruktur der in NRW am 31.12.1997 lebenden Deutschen, Nichtdeutschen und der im Jahre 1997 zugewanderten SpätaussiedlerInnen

nrw

 

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Bemerkenswert ist:
  • In der deutschen Wohnbevölkerung ist jeder fünfte (19,5 %), in der ausländischen Wohnbevölkerung jeder vierte und unter den zugewanderten Spätaussiedlern sogar fast jeder dritte jünger als 18 Jahre.
  • Während in der deutschen Bevölkerung mehr als 16 % 65 Jahre und älter sind, zählen bei den Ausländern lediglich knapp 4 %, bei den Spätaussiedlern 7 % zu den Senioren /innen.
  • In der Gruppe der 1997 zugewanderten Spätaussiedler kommen auf einen Menschen, der älter als 65 Jahre ist, fast fünf junge Menschen, die noch nicht Erwerbsalter sind. Bei der ausländische Wohnbevölkerung beträgt das Verhältnis sogar eins zu sieben. In der Deutschen Wohnbevölkerung hingegen ist das Verhältnis fast bei 1 : 1 angekommen.

Quelle: LDS-NRW, Landesstelle Unna-Massen, Ministerium für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie des Landes NRW

Arbeitslose Spätaussiedler

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Am höchsten ist die Arbeitslosigkeit bei Aussiedlern und Spätaussiedlern in folgenden Gruppen:

  • 55- bis 65-jährige
  • weibliche Jugendliche und junge Erwachsene, die wichtigsten Ursachen sind mangelnde Sprachkenntnisse, kleine Kinder, keine oder keine abgeschlossene moderne Berufsausbildung
  • Frauen allgemein

Zusammengestellt von Dr. Daniel Dorsch, Berlin
Quelle: Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg, 2003

Arbeitslosenquoten

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Quellen: Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg, 2003, und eigene Forschungsergebnisse von Dr. D. Dorscht auf der Basis von 280 bis 330 jährlich befragten Spätaussiedlern und Aussiedlern, die zwei Jahre und länger in Deutschland sind ("Volk auf dem Weg", 4/2003, S. 2)

Auswirkung der Aussielderzuwanderung auf die finanzielle Situation der Sozialversicherung in der Bundesrepublik

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(Angaben in Milliarden DM. Bei einer maximalen Zuwanderung von 3,5 Millionen Menschen bis zum Jahr 2002)
Quelle: "Institut der Deutschen Wirtschaft", 1997; Volk auf dem Weg, Nr. 11, 1997, S. 16.

 

Kommentar:Würden die Aussiedler eine eigene Rentenversicherung gründen, wären ihre Rentner weit besser versorgt, als zur Zeit. Die Rente für Aussiedler liegt zur Zeit auf dem Niveau der Sozialhilfe.


http://www.russlanddeutsche.de/integration/4-integration/24-gewinn-fuer-deutschland

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